Heizanlagen

Die Auswahl ist riesig! – Schauen Sie noch durch?

 

Nein? Dann schauen Sie doch einfach einmal durch:

Mittlerweile hat sich eine große Zahl an Heizsystemen (mehr oder weniger) etabliert. Nachfolgend haben wir für sie die Spreu vom Weizen getrennt und führen die Systeme auf, die wir guten Gewissens empfehlen können.

 

Brennwerttechnik für Öl und Gas

Wenn Sie noch auf nicht-regenerative Energieträger setzen möchten, dann sollten Sie sich für die moderne Brennwerttechnik entscheiden:

Brennwertkessel mit einem entsprechenden Abgassystem nutzen auch die Kondensationswärme des Wasserdampfes im Abgas, und damit nahezu den vollständigen Energiegehalt des eingesetzten Brennstoffs. Die moderne Öl- und Gas-Brennwerttechnik kann so den Energiegehalt des eingesetzten Brennstoffs auf optimale Weise ausnutzen und erreicht einen Wirkungsgrad von 104 %, bezogen auf den Heizwert des Heizöls.

Und niedrige Vorlauftemperaturen sorgen für weitere Schonung der Ressourcen!

Der Einsatz dieser Technik erfordert nur geringe Voraussetzungen: Neben einem entsprechend nutzbaren Kamin wird nur ein Gasanschluß bzw. ein Tank für das Heizöl benötigt.

 

Solaranlagen

Beispiel Warmwasserbereitung:
für Haushalte mit 2-4 Personen
Beispiel Heizungsunterstützung:
für Wohnflächen von 100 bis 140 m2

Vorteile

  • Eine universelle, frei verfügbare Energiequelle.
  • Ein äußerst geringer CO2-Ausstoß.
  • Im Sommer kann meistens die konventionelle Heizanlage komplett abgeschaltet werden.
  • Bis zu 30 % Heizenergie kann im Jahr eingespart werden – bei Niedrigenergiehäusern bis zu 50 %.
  • Die Anlage ist förderfähig.
  • Der Immobilienwert wird erhöht.
  • Manche Solarkollektoren  können auch an Fassaden und Balkonen montiert werden.

Eignung

  • Grundsätzlich geeignet für jedes Wohngebäude, ob Neubau oder nachträglicher Einbau in einen Bestandsbau.
  • Die Solaranlage ist eine hervorragende Ergänzung zum Heizen mit Biomasse, Gas oder Öl.

Aufbau


Bauliche Voraussetzungen

  • Jedes Dach mit einer Ausrichtung zwischen Südosten und Südwesten sowie einer Neigung von 20 bis 60° ist solartechnisch nutzbar.
  • Voraussetzung ist, dass die Dachstatik die zusätzliche Belastung aufnehmen kann.
  • Die Fläche sollte beschattungsfrei sein: keine Bäume, Markisen oder höhere Nachbargebäude.
  • Es muss Platz für einen Wärmespeicher zum Bevorraten der Sonnenenergie vorhanden sein.
  • Eine Baugenehmigung ist für den Einbau einer Solaranlage in der Regel nicht erforderlich.

 

Pelletkessel und Holzvergaser

Niedertemperatur-Pelletskessel mit wärmegedämmtem Kesselkörper und vollautomatischer Reinigung Stahlheizkessel mit unterem Abbrand in 

keramischer Hochtemp. Brennkammer mit Saugzuggebläse, thermostatgesteuert

Vorteile

  • Günstiger und umweltfreundlicher Brennstoff: Moderne Holzpelletskessel unterschreiten die gesetzlichen Feinstaub-Grenzwerte für 2015!
  • Wartungsarm, automatische Reinigungseinrichtung.
  • Automatische Ascheaustragung, Leerung nur alle 2– 6 Monate.
  • Die Anlage ist förderfähig.
  • “Neutraler” CO2-Ausstoß.

Eignung

  • Auch für den nachträglichen Einbau in Bestandsgebäude sind die Anlagen geeignet, wenn ausreichend Lagerraum vorhanden ist.
  • Gut kombinierbar mit einer Solaranlage für Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung in Form von Pellets.

Bauliche Voraussetzungen

  • Raumbedarf zur Pelletslagerung entspricht dem eines konventionellen Öltankraumes. Lagerraum mit Entlüftungsmöglichkeit und von außen zugänglichem Befüllstutzen notwendig.
  • Drei verschiedene Lagermethoden: Kellerraum, Erdtank und Sacksilo. Die Lagermenge sollte möglichst exakt einem Jahresbrennstoffbedarf entsprechen.

 

    Sole/Wasser-Wärmepumpen

    Energiequelle: Außenluft
    Aufstellung: außen
    Aufstellung: Innen

    Vorteile

  • Die Geräte sind schalloptimiert, extrem platzsparend und lassen sich problemlos in jedem Hauswirtschaftsraum, Keller- oder Abstellraum unterbringen.
  • Die Anlagenteile sind praktisch wartungsfrei.
  • Es werden weder Kamin noch Abgasleitung benötigt.
  • Kosten für Öllagerraum oder Gasanschluss entfallen.

Eignung

  • Die Wärmepumpentechnik eignet sich besonders für den Neubau, ist aber auch bei der Modernisierung von Altbauten realisierbar.
  • Die Kopplung der Wärmepumpe mit einer Fußbodenheizung hat den größtmöglichen Wirkungsgrad. Eine Wandflächenheizung oder zusätzliche bzw. größere Heizkörper stellen Alternativen dar.
  • In Bestandsgebäuden sollte die Heizungsvorlauftemperatur bei max. 55 °C liegen.
  • In Kombination mit Wärmepumpen empfiehlt sich ein hydraulischer Abgleich des Heizungs-Verteilersystems.
  • Die Wärmepumpentechnik lässt sich auch mit einer solarthermischen Anlage kombinieren.

    Aufbau

    Die häufigste Bauart der Wärmepumpe gewinnt Erdwärme über eine sogenannte Sole, ein Wasser- Glykol-Gemisch, als Wärmeträger, und gibt sie über die Wärmepumpe an das Heizwasser ab. Sole/Wasser-Wärmepumpen erreichen relativ hohe Jahresarbeitszahlen. Sie sind mit Erdsonden und Erdreichkollektoren kombinierbar, die Bodenwärme oder die thermischen Potenziale des Grundwassers anzapfen. Solche Sole/Wasser-Wärmepumpen gibt es mit oder ohne eingebautem Warmwasserspeicher. Durch die freie Kühlfunktion kann man sie auch nutzen, um warme Räume im Sommer herunter zu kühlen.

    Bauliche Voraussetzungen

  • Wasser/Wasser- und Sole/Wasser-Wärmepumpe Grundwasser ist eine sehr effiziente, jedoch nicht so häufig genutzte Wärmequelle. Hier muss ausreichend Grundwasser in für Wärmepumpen geeigneter Qualität verfügbar sein. Probebrunnen und Brunnenanlage werden durch zertifizierte Fachunternehmen durchgeführt.
  • Bei entsprechender Grundstücksgröße kann ein Erdkollektor eingesetzt werden. Dabei werden Rohre unter der Frostgrenze ca. 1,2 m tief horizontal im Erdreich verlegt. Die benötigte Kollektorfläche ist abhängig von der zu erbringenden Heizleistung und dem Wärmepotential des Erdreichs. Die Erdwärmesonde ist die häufigste Art der Nutzung von Erdwärme, da sie unabhängig von der Grundstücksgröße einsetzbar ist. Die dazu erforderliche Tiefenbohrung wird von zertifizierten Bohrunternehmen durchgeführt.

     

    Wasserführende Kaminöfen

    Wasserführende Kaminöfen – offenes Feuer clever genutzt!

    Die romantisch-archaische Anziehungskraft des Feuers lässt sich auch heiz- und umwelttechnisch sinnvoll nutzen: Kaminöfen, die über Pufferpeicher und Wärmetauscher das Heiz- und Brauchwasser-System Ihres Hauses unterstützen, machen die Wärme knisternder Flammen überall im Haus spürbar – und in Ihrem Portmonee.

    wasserführender Kaminofen Heizungsumwälzpumpe

    Vorteile

  • Kaminöfen verbinden das Angenehme mit dem Nützlichen in besonders anziehender Weise.
  • Kaminöfen passen sich jeder Wohnsituation an.

    Eignung

  • Sie eignen sich als Zweitheizgerät neben einer Zentral- oder Etagenheizung für Nutzer, die nur gelegentlich einzelne Räume mit Holz beheizen wollen. Bei der Nutzung als Zusatzheizgerät stehen  die Behaglichkeit und das Feuererlebnis im Vordergrund.
  • Bei der Verwendung als Hauptheizgerät sollte vorhereine exakte Wärmebedarfsrechnung von einem Fachbetrieb erstellt werden.